Die Geschichte der Kirchengemeinde Elisabethfehn ist eng verbunden mit der Geschichte des Hunte-Ems-Kanals, (heute Elisabethfehn-Kanal) zu dessen Bau sich um 1860 die ersten Kolonisten im Bereich des neuen Kanals ansiedelten. Die meist aus Ostfriesland stammenden Familien waren überwiegend evangelisch, während die umliegenden Gemeinden Barßel und Strücklingen ausschließlich katholische Einwohner hatten.

Als 1887 der Friedhof am Bollinger-Kanal eingerichtet wurde, fanden die Gottesdienste noch in der evangelischen Grundschule statt, betreut vom Pastor der angrenzenden evangelischen Gemeinde Apen. Mit dem Bau des Pfarrhauses 1898 und der 1900 fertiggestellten neugotischen Christus - Kirche bekam die stetig wachsende Gemeinde nun auch eine seelsorgerliche Betreuung vor Ort und ein langgewünschtes Gotteshaus.

Der Ort Elisabethfehn - 1880 so benannt nach der Großherzogin Elisabeth - war eine Moorkolonie. Harte Arbeit und bittere Armut prägten die Menschen, ebenso ein starker Glaube, der durch mache Notzeiten trug und das Leben der Kirchengemeinde bestimmte. Die zwei Weltkriege brachten Unruhe und Leid, aber auch - in der Person von Pastor Riese - seit 1934 den Mut zum christlichen Bekenntnis. Die Chronik legt Zeugnis ab über den Widerstand der Bekennenden Kirche zur Zeit des NS Regimes.

Kirche und Pfarrhaus blieben von den Zerstörungen des Krieges verschont, 1974 wurde ein Gemeindehaus - das Dr. Martin Luther Haus gebaut. Seit 1993 ist die Kirchengemeinde auch Trägerin des evangelischen Jona-Kindergartens in der Rosenstrasse.

1996 wurde nach 10 Jahren die Renovierung der Christuskirche abgeschlossen, die heute wieder in vielen Bereichen der ursprünglichen Gestaltung nahe kommt. Am 3. Oktober 2000 konnte die Gemeinde den "100. Geburtstag" ihrer Kirche feiern.

2004 - 2005 wurde der Altarraum mit neuem Altar und Stehpult ausgestattet.

2005 ist das Elisabethfenster an den ursprünglichen Ort in der Elisabethkapelle versetzt worden. Zu diesem Anlass wurde auch die Kapelle mit Inschrift und neuem Boden wiederhergestellt.

2006 Das ehemalige Küsterhaus wird als Jugendhaus umgebaut.

Heute ist nur noch wenig zu sehen von der Geschichte des Ortes. Der Elisabethfehn-Kanal, früher Transportweg für den Torfabbau, dienst heute dem Wassersport. Die Moorkaten und kleinen Häuser der Kolonisten sind freundlichen Einfamilienhäusern und Siedlungen gewichen. Die Kirchengemeinde zählt heute 3700 Mitglieder, viele von ihnen wohnen in Barßel oder Strücklingen. Die Kirche und Gemeindehaus in Elisabethfehn sind weiterhin das Zentrum des Gemeindelebens mit vielfältigen Angeboten für alle Altersgruppen.

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